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  <title>Ruhelos...</title>
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  <pubDate>Thu, 28 May 2009 21:47:34 GMT</pubDate>
  <title>3.</title>
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  <description>&lt;strong&gt;23. Juni 1923&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Verwirrung legte sich jedoch bereits bald, als ich in meine innerliche K&amp;auml;lte zur&amp;uuml;ck fiel. Ich schlief nur schlecht und meine Krankheit verschlimmerte sich &amp;uuml;ber den Sommer, der sehr hei&amp;szlig; und sonderbar schw&amp;uuml;l ausfiel. Als jedoch im Herbst die Luft wieder frischer wurde, begann meine Gesundheit schlagartig besser zu werden. Innerhalb von vier Wochen nahm ich mein verlorenes Gewicht wieder zu und f&amp;uuml;hlte mich sogar in der Lage Adrian meinen ersten Brief zu schreiben. Ich berichtete ihm von meiner Besserung und dass ich sogar wieder l&amp;auml;ngere Spazierg&amp;auml;nge bew&amp;auml;ltigen konnte.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Als Antwort erhielt ich von ihm eine Postkarte aus San Fransisco, in der er mir seine Gl&amp;uuml;ckw&amp;uuml;nsche mitteilte. Eine kindliche Freude befiel mich. Er lud mich ein, Weihnachten bei ihm zu verbringen, in seinem Haus in Arkham. Ich schrieb ihm, wenn meine Verfassung es zulie&amp;szlig;e, w&amp;uuml;rde ich seinem Angebot gerne nachkommen.&lt;br /&gt;Und als es mir tats&amp;auml;chlich k&amp;ouml;rperlich wieder vollkommen gut ging, als der Dezember kam, entschloss ich mich zu ihm zu fahren. Emmy blieb in meinem Haus in Andover, um alles in Ordnung zu halten und mir meine Post nachzuschicken.&lt;br /&gt;Am 20. Dezember 1918 kam ich mit dem 10-Uhr-Zug in Arkham  an. Meine Reise war ruhig und frei von Zwischenf&amp;auml;llen gewesen. Es fiel leichter Schnee und die scheinbar sonst schlammigen Stra&amp;szlig;en waren festgefroren. Mein erster Eindruck von Arkham war ein Ort, an dem es keine Menschen oder Tiere und keinen Verkehr ausser meinem Zug gab. Mit mir stiegen hier nur zwei M&amp;auml;nner aus, die ihre Schal dick umgebunden hatten und gelegentlich hektisch &amp;uuml;ber die Schulter sp&amp;auml;hten. &lt;br /&gt;Adrian erwartete mich auf dem Gleis und umarmte mich zur Begr&amp;uuml;&amp;szlig;ung. Er war ebenso wie ich dick eingepackt, wirkte jedoch selbst so sehr vornehm. Wir fuhren mit einer kleinen Kutsche zu seinem Zuhause in der Boundary Street, das direkt hinter dem St. Mary&apos;s Krankenhaus gelegen war, wie er mir erkl&amp;auml;rte. &lt;br /&gt;Obwohl es schon Vormittag war, schien es fast noch dunkel. Der Himmel war stark bedeckt und Stra&amp;szlig;enbeleuchtung war nur rar ges&amp;auml;ht. Wenige Fenster waren erleuchtet und die Welt schien hier still, fast ged&amp;auml;mpft zu sein. Arkham wirkte teils vernachl&amp;auml;ssigt und herunter gekommen. Warum nur lebte Adrian in solch einer Stadt? Er schien ein Mann zu sein, der sich besseres leisten konnte.&lt;br /&gt;Und sein Haus best&amp;auml;tigte diesen Eindruck. &lt;br /&gt;Es war eine kleinere, verwinkelte Villa mit winzigem Vorgarten aber umso h&amp;ouml;heren Eisenzaun. Garten und Dach waren schneebedeckt.&lt;br /&gt;Innen empfing uns eine behagliche W&amp;auml;rme und ein Geruch nach frischem Geb&amp;auml;ck. Die W&amp;auml;nde waren komplett holzget&amp;auml;felt und mit sonderbaren Bildern geschm&amp;uuml;ckt. Ich hatte jedoch erstmal keine Zeit einen genaueren Blick auf ebendiese zu werfen, um herauszufinden, was nun so eigent&amp;uuml;mlich an ihnen war. &lt;br /&gt;&amp;quot;Mein Sekret&amp;auml;r hat speziell f&amp;uuml;r dich einen Kuchen gebacken&amp;quot;, erkl&amp;auml;rte Adrian, w&amp;auml;hrend er mir aus dem Mantel half. &amp;quot;Er ist ganz begeistert, dass wir endlich einmal wieder eine Besucherin haben.&amp;quot;</description>
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  <pubDate>Sun, 24 May 2009 13:26:51 GMT</pubDate>
  <title>2.</title>
  <link>http://mary-goodwright.livejournal.com/1271.html</link>
  <description>&lt;strong&gt;22. Juni 1923&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, es f&amp;auml;llt mir wahrlich schwer mich zu konzentrieren, seit jenem Tag vor fast einem Jahr.&lt;br /&gt;Doch erstmal m&amp;ouml;chte ich etwas zu meiner Person erz&amp;auml;hlen. Ich wurde 1896 in Andover, Massachusetts, USA in eine mittelst&amp;auml;ndige Familie geboren und bin recht unbehelligt von b&amp;ouml;sen Dingen bei meinen Eltern, meinem Bruder und einer Tante aufgewachsen. Nachdem ich eine einfache Schulbildung erhalten hatte, wurde ich Kinderfrau bei der Familie de Charles, die mit zwei wundervollen, klugen S&amp;ouml;hnen gesegnet war. &lt;br /&gt; 1916 lernte ich Phillip kennen, ein alter Freund der de Charles. Sein Antlitz war sanftm&amp;uuml;tig und heiter, desweiteren war er ein verm&amp;ouml;gender Tuchfabrikant. Ich verliebte mich an einem Donnerstagabend, als ich ihn das erste Mal traf. Die de Charles waren gerade dabei ihren Umzug nach Baltimore, MD vorzubereiten und ich gedachte mit ihnen zu gehen. Doch als Phillip er&amp;ouml;ffnete, dass er gedachte sich einen Wohnsitz in Andover zu nehmen, wurde mir schmerzlich zumute. Meine st&amp;uuml;rmischen Gef&amp;uuml;hle hatten mein Herz diesem Mann in die Tasche gelegt und er wusste es nicht einmal.&lt;br /&gt;Was f&amp;uuml;r ein Dilemma. &lt;br /&gt;Ich wusste jedoch nicht, dass er mich nicht nur wahrgenommen, sondern sogar ebenfalls ins Herz geschlossen hatte. Etwa eine Woche sp&amp;auml;ter begann er bei meinen Eltern um mich zu werben und bald darauf wurde einer Ehe zugestimmt. Zu dieser Zeit konnte ich mein Gl&amp;uuml;ck kaum fassen.&lt;br /&gt;Am 15. Mai 1917 haben wir schlie&amp;szlig;lich geheiratet und ich bin in Andover geblieben. Zwar ohne Anstellung und Arbeit, aber Phillip versorgte mich, ich bekam eine eigene Haush&amp;auml;lterin, Emmy. Unser Kinderwunsch blieb aber leider unerf&amp;uuml;llt und als er im Januar 1918 nach Europa reiste, um Gesch&amp;auml;fte zu erledigen, kehrte er nicht zur&amp;uuml;ck. Ein Pferd war wild geworden und hatte ihn mit dem Fu&amp;szlig; am Kopf getroffen. Man hat mir geschrieben, dass er sofort tot war. &lt;br /&gt;Daraufhin verfiel ich in eine tiefe Melancholie. Das Gl&amp;uuml;ck hatte mich verlassen. Meine Mutter und meine Tante besuchten mich oft, um meine Stimmung zu heben, aber es ging mir nur langsam besser. Eine Krankheit raffte alle meine Kr&amp;auml;fte dahin. Vier Monate nach Phillips Tod erhielt ich Besuch von einem &amp;auml;lteren Herren, einem Onkel Phillips und sein letzter Verwandter hier in der neuen Welt.&lt;br /&gt;Ich sa&amp;szlig; gerade in einem Lehnstuhl im Wintergarten, f&amp;uuml;hlte mich innerlich kalt und leer, als Emmy meinen unbekannten Gast meldete.&lt;br /&gt;Wir hatten &amp;uuml;ber Adrian Goodwright nur vier oder f&amp;uuml;nf Mal gesprochen, jedoch hatte Phillip immer recht liebevoll dabei geklungen.&lt;br /&gt;Ein Lichtblick in meinen dunklen Tagen, dass ebendieser nun mir einen Besuch abstattete, obwohl wir uns nicht einmal kannten. Ich sp&amp;uuml;rte zum ersten Mal wieder etwas, eine Neugier hob sich in mir.&lt;br /&gt;Zu mir in den Wintergarten trat ein stattlicher, sehr gro&amp;szlig;er und vorz&amp;uuml;glich gekleideter Mann. Sein nach alter italienischer Mode gewelltes Haar war schneewei&amp;szlig; und sein Gesicht durchzogen von gutm&amp;uuml;tigen Falten. Ich sch&amp;auml;tzte ihn auf etwa 70 Lebensjahre. Er nahm seinen Hut ab und nickte mir freundlich l&amp;auml;chelnd zu. Ich deutete ihm an, sich mir gegen&amp;uuml;ber zu setzen. Er tat dies ohne seinen Mantel abzulegen, nur seinen Hut und seine Handschuhe legte er auf den kleinen Beistelltisch.&lt;br /&gt;&amp;quot;Es freut mich, dich kennen zu lernen&amp;quot;, sagte er und ich war erstaunt &amp;uuml;ber die pers&amp;ouml;nliche Anrede. &amp;quot;Auch wenn ich mir gl&amp;uuml;cklichere Umst&amp;auml;nde gew&amp;uuml;nscht h&amp;auml;tte, deine Bekanntschaft zu machen.&amp;quot;&lt;br /&gt;Ich nickte leer und zwang mich zu einem L&amp;auml;cheln. &amp;quot;Was f&amp;uuml;hrt dich zu mir?&amp;quot;, kam ich direkt zum Wesentlichen. Ich vermochte in meinem seelischen Zustand nur kurze Gespr&amp;auml;che zu f&amp;uuml;hren. Weiteres Gepl&amp;auml;nkel f&amp;uuml;hrte nur wieder zu einer unn&amp;ouml;tigen &amp;Uuml;beranstrengung. Adrian schien diesen Umstand erwartet zu haben. &amp;quot;Ich wollte nach dir sehen. Nachdem Phillip nun tot ist, liegt es in meinem Anliegen einen neuen Erben f&amp;uuml;r mein Verm&amp;ouml;gen zu bestimmen. Meine Schwester hat zwar auch einen Sohn, aber er ist habgierig und eingebildet. Ich w&amp;uuml;rde ihm gerne den Gros vorenthalten&amp;quot;, sprach er direkt heraus und ich erkannte ein leichtes Schmunzeln. Dies war ein Mann voller Hintergedanken. Nach einem kurzen Moment redete er weiter: &amp;quot;Phillip war ein guter Junge und ich sch&amp;auml;tze, er h&amp;auml;tte nur ein ebenso gutes M&amp;auml;dchen zur Frau genommen. Ich bin jedoch noch ein viel besch&amp;auml;ftigter Mann. Bereits heute reise ich weiter nach Boston. Ich m&amp;ouml;chte gerne, dass du mir regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig schreibst, deine Gedanken mit mir teilst und mir mitteilst wie deine Genesung voranschreitet.&amp;quot; Er erhob sich und trat auf mich zu, in seiner faltigen Hand eine kleine Karte. &amp;quot;Schreib an diese Adresse, dann werden die Briefe an mich zugestellt, egal wo ich bin&amp;quot;, sagte er und legte mir die Karte auf den Scho&amp;szlig;, als ich mich nicht r&amp;uuml;hrte. Dann nahm er Hut und Handschuhe, w&amp;uuml;nschte mir noch einen guten Nachmittag und ging.&lt;br /&gt;Meine Kr&amp;auml;fte waren ersch&amp;ouml;pft und ich verwirrt. Ich war schlie&amp;szlig;lich nur angeheiratet und nicht weiter mit ihm verwandt. Warum sollte er mich f&amp;uuml;r eine Erbschaft &amp;uuml;berhaupt weiter in Betracht ziehen? Dazu war ich auch noch eine Frau. Ich konnte froh sein, dass Phillip mir genug zum Leben hinterlassen hatte - denn seine Firma war an seinen Gesch&amp;auml;ftspartner &amp;uuml;bergegangen. Ich war jedoch sparsam und leistete mir au&amp;szlig;er Emmys Gehalt nur sehr wenig, es w&amp;uuml;rde also f&amp;uuml;r mich reichen.&lt;br /&gt;Und so blieb ich an jenem Tag zur&amp;uuml;ck, allein und verst&amp;ouml;rt.</description>
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  <pubDate>Sat, 23 May 2009 22:28:29 GMT</pubDate>
  <title>1.</title>
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  <description>Dies ist der Beginn meines Tagebuchs.&lt;br /&gt;Es ist der &lt;strong&gt;21. Juni 1923&lt;/strong&gt;, ich bin jetzt 27 Jahre alt und mein Name lautet Mary Ellen Goodwright.&lt;br /&gt;Ich denke, es wird das beste sein meine Gedanken hier schriftlich festzuhalten. Mein Arzt hat mir dazu geraten, es solle meine Konzentration f&amp;ouml;rdern. &lt;br /&gt;Sp&amp;auml;ter mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MG&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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